10 Ungewöhnliche Spartipps für Städter

Tipps erleichtern einem das Leben ungemein. Quelle: Eigene Darstellung.
Lesedauer ca.: 8 Minuten.

Die Erhebung der Ausgangsbeschränkung aufgrund der Corona-Pandemie hat uns (hoffentlich) Neues gelehrt. Neben gesundheitlichen und menschlichen Aspekten, bemerkt man auch besonders Verhaltensaspekte (liebe wahre Hamsterer) als Städter und stellt fest, dass das Leben in der Stadt noch schwieriger werden kann als es ohnehin schon ist.

Lange Schlangen vor dem Supermarkt, nur zwei Personen dürfen sich gleichzeitig in der Apotheke aufhalten und auf einmal gehört Bargeld zu den wahren Schmutzfinken der Welt und sollte tunlichst gemieden werden. Und und und.

Was einen jedoch am meisten belastet ist die Unsicherheit: Gedanken über die Gesundheit, das soziale Leben und die mögliche Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit geben einem Abends keine Ruhe. Das mögliche oder bereits eingetretene niedrigere Einkommen und die gestiegene Ausgabenseite, weil Supermärkte auf einmal ihre Preise (leicht) anheben (sei es wegen Inflation, Angebotsknappheit gepaart mit hoher Nachfrage oder einfach nur wegen guter alter kapitalistischer Beweggründe), belasten einen neben der fehlenden Möglichkeit sich entspannt draußen aufzuhalten. Geschweige denn sich endlich wieder beim Friseur verwöhnen lassen zu können.

Damit solche Dinge einen wenigstens ein bisschen weniger belasten, folgen unten 10 ungewöhnliche Spartipps für Städter, die einem das Leben in der Stadt erleichtern können und gleichzeitig für mehr Geld in der Brieftasche sorgen.

Spartipp 1: Gemüse, Kräuter und andere Lebensmittel selbst anbauen.

Jede Person, die rechtzeitig vor Schließung der Baumärkte noch genügend Erde hamstern konnte, kann jetzt freudig im Kreis herumhüpfen. Ihr habt jetzt einen guten Grund mehr Lebensmittel selbst anzupflanzen!

Fehlende Samen kann man leicht auch aus Lebensmitteln aus dem Supermarkt gewinnen bzw. sammeln. Wiederum andere Pflanzen wachsen von alleine nach und brauchen ggf. nur wenig Unterstützung. Dazu zählen insbesondere Zwiebelgewächse, Knoblauch, Salatköpfe, Ingwer, Kurkuma und Fenchel. Manche Lebensmitteln benötigen nicht einmal Erde, sondern nur ein Gefäß mit ausreichend Wasser.

Idealerweise sammelt man zusätzlich das Regenwasser in einer Gießkanne und spart damit zudem ein bisschen Leitungswasser.

Spartipp 2: Essen aus Restaurants oder Imbissen retten.

Es gibt bereits Anbieter, die sich die Verringerung der Essensverschwendung auf die eigenen Fahnen geschrieben haben. Einige verdienen damit bereit erfolgreich Geld.

Auch Inhabern von Restaurants ist damit geholfen, weil die letzten Gerichte des Tages oder der Woche gegen etwas Geld noch an den Mann oder die Frau kommen und nicht als Verlust in der Mülltonne landen.

Preise für betroffene Gerichte oder Speisen sind teilweise vernünftig reduziert und geben einem die Möglichkeit zu bestimmten Zeiten des Tages günstiger als normal im Laden Essen erwerben zu können.

Spartipp 3: Öfter fasten.

Für alle, denen günstigere Mahlzeiten nicht genug Durchschlagskraft auf die Reduktion ihrer Ausgabenseite haben, ist das Fasten wärmstens ans Herz zu legen.

Mann isst einfach mehrere Stunden oder Tage einfach kein Essen mehr. Keine Sorge. Wenn man alles richtig macht, kann der Körper bis zu 3 Tage ohne große Mängelerscheinungen über die Runden kommen. Zumindest wenn man sonst zu den regelmäßig essenden und wohlernährten Menschen gehört.

Was ziemlich banal und rabiat klingt, hat nicht nur einen entlastenden Effekt auf den Geldbeutel, sondern sogar auch sehr positive sowie gesundheitlich nachhaltende Auswirkungen auf unseren Körper. Das ständige Gefutter passt nämlich nicht optimal auf unsere biologische Auslegung Essen zu verarbeiten bzw. zu verdauen.

Anfangs wird man wahrscheinlich viel Heißhunger nach den einzelnen Fasteneinheiten haben. Jedoch mit der Zeit gewöhnt sich der Körper sehr schnell auf die neue Lebensweise und nicht nur der Geldbeutel wird sich über die Entlastung aufgrund der weniger gewordenen Mahlzeiten freuen.

Spartipp 4: Militärhaarschnitt tragen.

Die einen haben ihn als gezwungenen Ausweg, weil die Alternative allzu oft nicht besser aussieht. Andere haben ihn als offenes Zeichen der Rebellion gegen etwas oder jemanden: der Militärhaarschnitt.

0 – 6mm Haarlänge definieren ihn. Nicht pflegeintensiv, täglich flott frisiert und alle paar Wochen wieder schnell (auch selbst) geschnitten. Die meisten Haartrimmer kosten nicht einmal mehr als ein einzelner Besuch beim Friseur.

Selbst nur ein paar Mal im Jahr dieser Frisur zu frönen sollte den Geldbeutel ausreichend entlasten, wenn man bedenkt, dass viele bei einem einzelnen Friseurbesuch 20 Euro oder mehr liegen lassen. Ohne großen Schnickschnack versteht sich.

Man braucht auch nie wieder einen Termin auswärts vereinbaren und spart somit zusätzlich erheblich viel Zeit, um andere spaßige Dinge machen zu können.

Spartipp 5: Mehr kostenlose Dinge machen.

Zugegeben, nicht der beste Tipp, wenn man gezwungenermaßen während der Ausgangssperre zu Hause bleiben soll und sich nicht analog mit Freunden treffen darf. Dieser Spartipp sollte jedoch trotzdem jedem ans Herz gelegt werden. Spätestens sobald alle sich wieder offiziell draußen aufhalten dürfen wird er seine wahre Kraft entfalten.

Statt teuer ins Kino zu gehen kann man bequem auch zu Hause einen Kinoabend abhalten. Regelmäßig ins Fitnessstudio gehen? Warum nicht lieber eine Runde im Park joggen gehen oder mit Freunden eine Runde kicken, Volleyball spielen etc.?

Man kann auch regelmäßiger zu Hause mit Freunden Brett- oder andere Gesellschaftsspiele spielen anstatt auswärts auf einer Party oder in einer Bar abzuhängen und teuer Getränke zu konsumieren.

Auch eine Radtour bietet sich an oder das dir noch unbekannte Stadtviertel zu Fuß zu erkunden anstatt teure Ausflüge zu buchen.

Spartipp 6: Ausschließlich Leitungswasser trinken.

Wer kennt es nicht: Es ist ein heißer, sonniger Tag und der Durst plagt einen bereits seit einiger Zeit. Man hat natürlich wieder vergessen Wasser von zu Hause mitzunehmen. Der Laden um die Ecke hat zum Glück noch Wasser im Kühlschrank und bietet eine 0,5l Flasche für ca. 2 Euro an (exklusive Pfand). Da muss man natürlich zugreifen, um wieder seinen Flüssigkeitshaushalt schnell aufzufüllen.

Zu Hause angekommen geht man direkt in den nächstgelegenen Supermarkt und kauft sich direkt zwei 6er-Packungen von 1,5l Markenwasserflaschen für den nächsten großen Durst.

Wer bemerkt den Fehler?

4 Euro für einen Liter Wasser auzugeben, wenn man in der Not ist, ist bestimmt ausnahmsweise zu verkraften. Wer jedoch regelmäßig ca. 6 Euro und mehr für 9 Liter Markenwasser bezahlt (natürlich wieder ohne Pfand), der lässt sich sehr tief in die eigene Brieftasche oder das Girokonto greifen.

Wenn man beispielhaft annimmt, dass man pro Tag 2,5l Wasser als durchschnittlicher Mensch ohne große sportliche Aktivität trinken soll, würde man im Monat (bei 30 Tagen) Wasser im Wert von 50 Euro kaufen müssen.

Währenddessen hat man aus dem Wasserhahn mit wenigen Handgriffen für wenige Cent frisches und sauberes Leitungswasser parat. Dieses wir sogar ständig auf eine Mindestqualität kontrolliert.

Auf das Jahr gerechnet würde man im oben beschriebenen Beispiel 600 Euro sparen, wenn man ausschließlich reines Leitungswasser (ohne Sprudelzubehör) trinkt. Das wäre genug Geld für einen passablen Urlaub.

Spartipp 7: Wallnüsse als Holzpflege und -politur verwenden.

Erst kauft man sich das schöne neue Holzmöbelstück, weil es diesen einzigartigen Vintaglook versprüht, den man so sehr liebt, und zack: der erste Kratzer im guten Stück, nur weil man leicht mit dem Wasserkasten dagegen gekommen ist. Nach dem ersten Mal sieht man bestimmt noch herzlich wenig von der Beschädigung. Jedoch mit der Zeit sammeln sich auf diese Weise schnell die kleinen Kratzer und lassen das Möbelstück etwas mitgenommen erscheinen.

Natürlich hat man nicht daran gedacht etwas Holzpolitur und -pflegemittel zu kaufen. Doch das ist nicht nötig. Gehe einfach in die Küche und nimm die nächstbeste Müslimischung, um eine Wallnuss herauszupicken.

Wenn man diese in der Mitte bricht und mit der Bruchseite das Holzmöbelstück einreibt, pflegt man einerseits das Holz mit dem Öl der Nuss. Andererseits verschwinden auch kleinere Kratzer wie von Geisterhand.

Diese Variante ist um einiges günstiger als teure Holzpflegemittel, die zudem stark nach Chemikalien riechen.

Spartipp 8: Eierschalen gegen den Grauschleier auf weißen Klamotten.

Keine 2 Monate ist es her, dass man das schöne weiße T-Shirt erworben hat und bereits jetzt verliert es seinen reinen weißen Charakter. Ein grauer Schleier vernebelt das schöne Weiß des Kleidungsstücks. Genervt möchte man wieder online die überteuerten Wäschetücher bestellen, um gegen die Vergrauung anzukämpfen. Doch ist das wirklich der einzige Weg?

Wer damals seiner Großmutter aufmerksam zugehört hat oder als Kind auch im Haushalt geholfen hat, erinnert sich bestimmt, dass Eierschalen gegen einen Grauschleier auf weißen Klamotten helfen können. Man muss sie nur gut verschlossen in einem wasserdurchlässigen Beutel in die Waschmaschine legen und mitwaschen.

Die Erfahrung wird einen lehren, wie viele Eierschalen man bei welchem Härtegrad an Grauschleier nehmen muss. Man sollte es jedoch nicht übertreiben.

Spartipp 9: Generika statt Marke kaufen.

Was bei Medikamenten der Fall ist, kann auch leicht auf alles andere im Leben übertragen werden (natürlich wie immer nur zu einem gewissen Grad). Natürlich: Statt der Markenmedikamente einfach die Generikaversion kaufen. Die wirkt nämlich ebenfalls.

Auch bei Lebensmitteln kann man den selben Ansatz anwenden: Statt Markensüßigkeiten, können es auch mal die Noname-Zuckergeschosse sein. Man munkelt ja bereits im Offenen, dass ausgewählte Markenhersteller solche Produkte selbst produzieren. Einfach den Onlinesuchdienst des Vertrauens kontaktieren und herausfinden.

Wie sieht es bei Klamotten aus? Hier kann man auch stärker teure Markenklamotten links liegen lassen und etwas mehr von der günstigeren Stange erwerben.

Auf diese Weise muss man in den meisten Fällen nicht einmal groß auf Qualität oder Geschmack verzichten und zahlt dabei trotzdem nur einen Bruchteil des Preises des Markenartikels.

Spartipp 10: Stärker auf Kilopreise achten.

Wieder ist man im Supermarkt, weil der Kühlschrank zu Hause vor Leere gähnt. Fleißig klappert man alle Gänge ab und sucht sich die Lebensmittel auf dem Einkaufszettel zusammen. Wer noch ohne Einkaufszettel einkaufen geht, der sollte dies tunlichst ab dem nächsten Mal machen!

Vor dem Obststand stehen geblieben, prüft man oft die vorliegende Ware. Leckere und saftige Orangen stehen auf dem Einkaufszettel. Zur Auswahl gibt es einerseits eine Sorte, deren Bezeichnung schon einen himmlisch schönen Namen hat und 4 Euro das Netz kostet. Daneben liegen die stinknormalen Zitrusfrüchte für 3 Euro das Netz. Nur einen Euro mehr für die vermeintlich noch leckereren Orangen? Warum nicht! Man gönnt sich ja sonst nichts. Doch ist es wirklich nur ein einziger Euro Unterschied?

Vergleicht man die Kilopreise miteinander, so kommt man auf ein ganz anderes Ergebnis. Während die ottonormalen Orangen für 3 Euro das Kilo zu haben sind, werden die „himmlischen“ Orangen für freche 8 Euro das Kilo angeboten. Das zu verkaufende Netz hat nämlich nur 500 Gramm an Früchten zu bieten. Man zahlt also theoretisch ganze 5 Euro mehr für Orangen, die ehrlicherweise meist nur besser klingen.

Folglich sollte man stets die Kilopreise miteinander vergleichen, um eine bessere Basis für einen Preisvergleich zu haben. Meist versuchen die Supermärkte einen gewieft zu verwirren, indem die bei einem Produkt den Preis für 100 Gramm angeben (meist bei Markenprodukten) und daneben den Kilopreis (meist Nonameprodukt). In einem solchen Fall muss man einfach nur das Komma um eine Stelle nach rechts verschieben und zack, man hat den Kilopreis. Das heißt bei einem Preis von 1,10 Euro pro 100 Gramm sind es stolze 11,00 Euro pro Kilo.

Bonus: Bestell keine Getränke im Restaurant.

Wie jeden Monat gehst Du mit deinen Freunden oder deiner Freundin/ dienem Freund schickt auswärts essen. Nach dem Hinsetzen sind die gewollten Gerichte schnell ausgewählt und das erste Glas Wein bestellt. Der Wein ist schnell eingeschenkt und man nippt solange am Glas bis die Vorspeise serviert wird.

Es dauert wieder etwas länger bis das erste Gericht an den Tisch gebracht wird und kommt erst an, wenn der (ohnehin schon wenig eingeschenkte) Wein im Glas zu Ende gegangen ist.

Nach dem Servieren fragt der Kellner gekonnt, ob man zum Gericht ein passendes Getränk haben möchte. Aus Verlegenheit bestellt man dann jeweils ein weiteres Glas des empfohlenen Weins.

In einer solchen Situation befindet man sich schnell in einer kleinen Falle, die einem sehr teuer zu stehen kann. Getränke sind nämlich eine der Haupteinnahmequellen von Restaurants und stehen deshalb klar im Fokus an den Mann oder Frau zu bringen.

Wer die Verlegenheit nicht aushalten kann und den Kellner mit einem höflichen „Nein“ von der Bestellung von Getränken nicht abweisen kann, der sollte lieber eine große Flasche oder Karaffe Wasser für zwei Personen an den Tisch bringen lassen. Diese wird mit Sicherheit nicht vor dem ersten Gericht leer sein und schützt einen zudem vor der gefürchteten Frage, ob man „noch etwas zu trinken anbieten darf“.

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